Hallo alle zusammen,
eine anstrengende Woche liegt hinter mir. Über 40 Stunden habe ich auf die Kinder aufgepasst, mit ihnen gespielt und diskutiert! Danach freut man sich immer auf seine Freizeit oder das Wochenende. Doch was soll man hier großartiges in der Freizeit unternehmen? Ich habe keinen Fernseher in meinem Zimmer, was mir gar nicht gefällt. Ich sitze daher die meiste Zeit am Laptop und verschwende regelrecht meine Zeit. Aus diesem Grund finde ich es immer ganz super, wenn ich mich mit anderen Au Pairs aus der Umgebung treffen kann und wir was unternehmen.
Am Montag hatten wir endlich mal wieder ein Au Pair Meeting mit unserem LCC Justine. Dabei haben wir dann auch das neuste Au Pair aus Concord kennen gelernt. Ihr Name ist Linda und sie kommt aus Schweden, aber sie ist nicht blond! Mir gefällt das ganz gut, dass wir endlich mal kein deutschsprachiges Au Pair bekommen haben, da wir jetzt gezwungen sind, in ihrer Umgebung englisch zu reden und genau das will ich hier ja auch verbessern. In den letzten Monaten habe ich in meiner Freizeit mehr deutsch als alles andere gesprochen und gedacht. Das muss sich hier noch ändern! Am Mittwoch habe ich mich mit dem französischen Au Pair Abir, welche zur gleichen Zeit in die USA reiste wie ich, getroffen, da sie mir ein paar Informationen über meinen zukünftigen Englischkurs geben sollte. Abir ist zwar voll nett, aber sie lebt super zurückgezogen und in den 4 Monaten, die ich jetzt schon fast hier bin, habe ich noch nichts mit ihr gemacht. Sie meinte nur, dass sie nicht so viele Freunde braucht und sich super wohl in ihrer Gastfamilie fühlt. Jedem das seine. Am Donnerstag musste ich mal wieder 10 Stunden arbeiten, da Kathleen schon wieder in New York zu tun hatte. Ich habe jetzt allerdings schon ein paar Methoden entwickelt, wie die Zeit schneller vorbei geht. Das Grundprinzip ist allerdings immer das gleiche: relax und nimm es locker! So kommt es halt auch manchmal vor, dass ich einfach mal den ganzen Tag mit Kopfhörern arbeite und in jeder kinderfreien Minute Musik höre.
Am Freitag habe ich dann wieder die ganzen Concord Au Pairs getroffen und war anschließend mit Björn, Simon und Nina im Kino, um uns den Film Avatar in 3D anzugucken. Jeder, der die Chance hat, sollte das gleiche machen. Der will echt beeindruckend!
Leider hatten wir die letzte Vorstellung besucht, sodass ich erst kurz nach 2Uhr morgens nach Hause kam. An sich kein Problem, wenn ich nur nicht Conny und Maria versprochen hatte, sie um 5Uhr schon wieder nach Alewife zu fahren. Da ich zu meinem Wort halte, habe ich meine schönen Träume für eine Stunde unterbrochen und die beiden Mädels gefahren. Leider konnte ich danach auch nicht mehr lange schlafen, da meine Kinder kurz nach 7Uhr immer wach werden und dann nie Rücksicht auf die Schlafenden nehmen. Außerdem hatte ich mich um 10Uhr schon wieder mit einer anderen Freundin getroffen. Da ich kein freies Wochenende hatte, musste ich am Samstag auch noch 5 Stunden arbeiten, was aber super easy war. Am Abend war dann erst noch im Solarium, da ich die Winterblässe nicht akzeptieren will und anschließend habe ich mit Simon noch einen kleinen, dummen Männerabend veranstaltet. Für den heutigen Sonntag war eigentlich vorgesehen, dass ich mich mal wieder mit den Au Pairs aus der Au Pair Schule in Boston treffe. Irgendwie hat das allerdings nicht geklappt, weswegen ich heute wieder laufen war und den ganzen Tag nur entspannt habe. Jetzt gleich werde ich noch zu anderen schwedischen Au Pairs zum Essen fahren und danach muss ich wieder Maria und Conny von Alewife abholen.
Ich finde es toll, dass man hier so viele verschiedene Leute kennen lernt. Dennoch täuscht das nicht darüber hinweg, dass mir meine wichtigsten Menschen hier fehlen! Ich freue mich riesig, dass mich meine Familie und meine Freundin noch in diesem Jahr besuchen kommen. Genauer gesagt, muss ich nur noch 48 Tage ohne meine Freundin ausharren! =)
Sonntag, 17. Januar 2010
Sonntag, 10. Januar 2010
Hallo alle zusammen,
heute will ich euch mal von meinen ersten Tagen aus dem neuen Jahrzehnts in den Staaten berichten.
Nach meinem eher dürftigen Neujahrsstart gibt es allerdings kaum was Spannendes von mir zu erzählen. Da die Schule diese Woche auch hier wieder angefangen hat, hat sich schon wieder der Alltag eingeschlichen, was ich persönlich bevorzuge, da ich so nicht 10h am Stück arbeiten muss, sondern meine 4 oder 7 Stunden Pause habe, wenn die Kinder in der Schule sind. Die Zeit nutzte ich in den letzten Tagen allerdings meisten dafür, um nochmal richtig auszuschlafen oder Sport zu treiben. Ich laufe fast jeden Tag meine 30-45min auf dem Laufband im Keller, um gut über den Winter zu kommen. Wenn der Schnee dann endlich geschmolzen ist, geht es auch wieder raus und dann geht das Marathon-Training erst richtig los! Ich freue mich darauf richtig, da das Laufen ein super Ausgleich zum zum Teil doch sehr stressigen Au Pair Job ist. Meine drei Winzlinge sind ja an sich ganz niedlich und nett, aber wenn sie ihre 5 Minuten haben und die auch noch zeitlich zusammen fallen, Kracht es hier richtig und dann gibt es Ärger mit mir! Bin aber eigentlich ganz stolz, dass ich meine ruhige Art auch in der Kinderbetreuung beibehalten habe und die Kinder nie anschreien muss. Wie sie was falsch machen oder nicht hören, dann rede ich langsam und ruhig auf sie ein, bis sie ein schlechtes Gewissen haben. Nur bei Killian will das irgendwie nicht ganz so klappen. Seine Krankheit Diabetes beeinflusst den kleinen Mann schon mehr als ich am Anfang gedacht hätte. Wenn er einen zu hohen Blutzuckerwert hat, dann rennt er wie ein Verrückter durch das Haus, wackelt verwirrt mit seinen Händen und gibt auch noch die passenden Geräusche dazu hab. Er nennt das immer nur das "Roboterspiel". Wenn er allerdings einen zu niedrigen Blutzuckerwert hat, dann sitzt er einfach nur in der Ecke und kriegt es kaum mit, wenn ich mit ihm rede. Auf jeden Fall sind beide Situationen nicht besonders hilfreich und dementsprechend schwierig ist es auch manchmal mit Killian umzugehen. Was mich allerdings viel mehr nervt, ist, dass sich sein Verhalten gegenüber seiner Mutter und mir verschlechtert hat. Der Junge wird frech! Nicht bei mir!!! Da treffen allerdings zwei Sturköpfe aufeinander und dementsprechend durfte ich mir auch schon den Satz anhören:"You hate me.", was natürlich nicht stimmt. Eigentlich kann man sogar ganz viel Spaß mit dem Zwerg haben. Am Donnerstag gab es zum Beispiel eine riesen Schneeballschlacht; alle gegen mich. Am Ende taten mir die kleinen sogar selber Leid, so sehr hatte ich sie eingeseift.
Letztes Wochenende hatten wir eigentlich die gleichen schlechten Wetterverhältnisse, wie wir sie zurzeit in Norddeutschland haben. Und genau da dürfte ich mit dem Auto um halb 2 Uhr morgens nach Boston fahren, um eine Freundin abzuholen. Das war die schlimmste, aber auch spannendste Autofahrt meines Lebens. Die Straße hat man gar nicht mehr erkannt und da es auch von vorherigen Autos keine Spurrillen mehr gab, weiß ich auch nicht mal, ob ich die ganze Zeit auf einer Straße gefahren bin. Wo ich normalerweise 70 mp/h gefahren bin, ging es diesmal nur mit max. 30mp/h lang. Und richtige Winterreifen haben unsere Autos auch nicht. Spitze. Einen richtigen Unfall konnte ich zum Glück vermeiden. Allerdings haben ich die schlechten Wetterverhältnisse auch genutzt, um meinen Erfahrungsschatz als Autofahrer zu erweitern. Kein weiterer Kommentar dazu.
Letztes Wochenende musste ich am Samstag spontan für Kathleen einspringen und auf die Kinder aufpassen, weil sie schnell zum Arzt musste. Ich dachte mir, die 2 Stunden sind ja kein Problem. Am Ende waren 5 Stunden und damit mein freier Samstag verloren. Am Sonntag war ich dann alleine mit Maria in Boston und zum ersten Mal habe ich mir den Havard-Campus angeguckt. Wenn man dort Student ist, hat man es echt schon geschafft. Habe gehört, dass weltweit nur die TU in Cottbus besser sein soll!!
Und dieses Wochenende haben wir am Freitag Marias 21.Geburtstag gefeiert und damit ist die Maria auch in den USA jetzt offiziell volljährig und kann den lieben Nico nun auch ab und zu ein Bier kaufen. Schon traurig hier und ich sehne mich jetzt schon nach meinem Geburtstag!
Gestern musste ich am Nachmittag erstmal wieder 5 Stunden auf die Kinder aufpassen und am Abend war ich dann mit Björn und seinen Mädels bowlen. Ich hätte in einem Spiel sogar fast die 200 Pkt-Marke erreicht. Am Ende waren es nur 198! Im zweiten Spiel wurden dann alle von einem Mädel geplättet. C'est la vie!
Heute hatte der Neffe von Kathleen Geburtstag, weswegen ich für den ganzen Tag das Haus für mich alleine hatte. Und was macht der Nico alleine? Er guckt sich das PLayoffspiel der New England Patriots und das Spiel der Bosotn Celtics ein wenig lauter als üblich an und geht wieder im Keller laufen. Spaß hatte er trotzdem!
In der letzten Zeit habe ich auch wieder viele neue Leute hier in der Umgebung kennen gelernt. Auf Marias Geburtstagsfeier traf ich zum Beispiel auf 3 neue Au Pairs aus Österreich und mit unserer österreichischen Conny waren auf einmal die Deutschen in Unterzahl, was ganz komisch war, weil ich echt Probleme hatte, den Gesprächen zu folgen. Die Österreicher sprechen echt kein deutsch mehr und wollen es auch gar nicht. Hört sich trotzdem blöd an. Sorry Conny!
Gestern hatte ich dann nach fast 4 Monaten meinen ersten "englischen Abend", da wir aufgrund zweier schwedischer Au Pairs nur englisch geredet haben. Fand ich allerdings gar nicht mal so schlecht und ich würde mich freuen, wenn ich hier in meiner Freizeit auch ein wenig mehr englisch reden würde. Da kommt es genau richtig, dass diese Woche ein neues Au Pair aus Schweden in Concord angekommen ist! Die Schweden sind echt sau lustig und langsam verstehe ich auch, warum so viele auf Schweden stehen. Die Schweden sind einfach sympathisch und nicht ganz so verkrampft wie manch ein Deutscher. Alles natürlich nur verallgemeinert.
So weit erstmal wieder von mir. Ich habe mich in der letzten Woche über alle Emails gefreut, die ich von Freunden und Familie bekommen habe. Macht weiter so!
Alles Gute aus Concord!
heute will ich euch mal von meinen ersten Tagen aus dem neuen Jahrzehnts in den Staaten berichten.
Nach meinem eher dürftigen Neujahrsstart gibt es allerdings kaum was Spannendes von mir zu erzählen. Da die Schule diese Woche auch hier wieder angefangen hat, hat sich schon wieder der Alltag eingeschlichen, was ich persönlich bevorzuge, da ich so nicht 10h am Stück arbeiten muss, sondern meine 4 oder 7 Stunden Pause habe, wenn die Kinder in der Schule sind. Die Zeit nutzte ich in den letzten Tagen allerdings meisten dafür, um nochmal richtig auszuschlafen oder Sport zu treiben. Ich laufe fast jeden Tag meine 30-45min auf dem Laufband im Keller, um gut über den Winter zu kommen. Wenn der Schnee dann endlich geschmolzen ist, geht es auch wieder raus und dann geht das Marathon-Training erst richtig los! Ich freue mich darauf richtig, da das Laufen ein super Ausgleich zum zum Teil doch sehr stressigen Au Pair Job ist. Meine drei Winzlinge sind ja an sich ganz niedlich und nett, aber wenn sie ihre 5 Minuten haben und die auch noch zeitlich zusammen fallen, Kracht es hier richtig und dann gibt es Ärger mit mir! Bin aber eigentlich ganz stolz, dass ich meine ruhige Art auch in der Kinderbetreuung beibehalten habe und die Kinder nie anschreien muss. Wie sie was falsch machen oder nicht hören, dann rede ich langsam und ruhig auf sie ein, bis sie ein schlechtes Gewissen haben. Nur bei Killian will das irgendwie nicht ganz so klappen. Seine Krankheit Diabetes beeinflusst den kleinen Mann schon mehr als ich am Anfang gedacht hätte. Wenn er einen zu hohen Blutzuckerwert hat, dann rennt er wie ein Verrückter durch das Haus, wackelt verwirrt mit seinen Händen und gibt auch noch die passenden Geräusche dazu hab. Er nennt das immer nur das "Roboterspiel". Wenn er allerdings einen zu niedrigen Blutzuckerwert hat, dann sitzt er einfach nur in der Ecke und kriegt es kaum mit, wenn ich mit ihm rede. Auf jeden Fall sind beide Situationen nicht besonders hilfreich und dementsprechend schwierig ist es auch manchmal mit Killian umzugehen. Was mich allerdings viel mehr nervt, ist, dass sich sein Verhalten gegenüber seiner Mutter und mir verschlechtert hat. Der Junge wird frech! Nicht bei mir!!! Da treffen allerdings zwei Sturköpfe aufeinander und dementsprechend durfte ich mir auch schon den Satz anhören:"You hate me.", was natürlich nicht stimmt. Eigentlich kann man sogar ganz viel Spaß mit dem Zwerg haben. Am Donnerstag gab es zum Beispiel eine riesen Schneeballschlacht; alle gegen mich. Am Ende taten mir die kleinen sogar selber Leid, so sehr hatte ich sie eingeseift.
Letztes Wochenende hatten wir eigentlich die gleichen schlechten Wetterverhältnisse, wie wir sie zurzeit in Norddeutschland haben. Und genau da dürfte ich mit dem Auto um halb 2 Uhr morgens nach Boston fahren, um eine Freundin abzuholen. Das war die schlimmste, aber auch spannendste Autofahrt meines Lebens. Die Straße hat man gar nicht mehr erkannt und da es auch von vorherigen Autos keine Spurrillen mehr gab, weiß ich auch nicht mal, ob ich die ganze Zeit auf einer Straße gefahren bin. Wo ich normalerweise 70 mp/h gefahren bin, ging es diesmal nur mit max. 30mp/h lang. Und richtige Winterreifen haben unsere Autos auch nicht. Spitze. Einen richtigen Unfall konnte ich zum Glück vermeiden. Allerdings haben ich die schlechten Wetterverhältnisse auch genutzt, um meinen Erfahrungsschatz als Autofahrer zu erweitern. Kein weiterer Kommentar dazu.
Letztes Wochenende musste ich am Samstag spontan für Kathleen einspringen und auf die Kinder aufpassen, weil sie schnell zum Arzt musste. Ich dachte mir, die 2 Stunden sind ja kein Problem. Am Ende waren 5 Stunden und damit mein freier Samstag verloren. Am Sonntag war ich dann alleine mit Maria in Boston und zum ersten Mal habe ich mir den Havard-Campus angeguckt. Wenn man dort Student ist, hat man es echt schon geschafft. Habe gehört, dass weltweit nur die TU in Cottbus besser sein soll!!
Und dieses Wochenende haben wir am Freitag Marias 21.Geburtstag gefeiert und damit ist die Maria auch in den USA jetzt offiziell volljährig und kann den lieben Nico nun auch ab und zu ein Bier kaufen. Schon traurig hier und ich sehne mich jetzt schon nach meinem Geburtstag!
Gestern musste ich am Nachmittag erstmal wieder 5 Stunden auf die Kinder aufpassen und am Abend war ich dann mit Björn und seinen Mädels bowlen. Ich hätte in einem Spiel sogar fast die 200 Pkt-Marke erreicht. Am Ende waren es nur 198! Im zweiten Spiel wurden dann alle von einem Mädel geplättet. C'est la vie!
Heute hatte der Neffe von Kathleen Geburtstag, weswegen ich für den ganzen Tag das Haus für mich alleine hatte. Und was macht der Nico alleine? Er guckt sich das PLayoffspiel der New England Patriots und das Spiel der Bosotn Celtics ein wenig lauter als üblich an und geht wieder im Keller laufen. Spaß hatte er trotzdem!
In der letzten Zeit habe ich auch wieder viele neue Leute hier in der Umgebung kennen gelernt. Auf Marias Geburtstagsfeier traf ich zum Beispiel auf 3 neue Au Pairs aus Österreich und mit unserer österreichischen Conny waren auf einmal die Deutschen in Unterzahl, was ganz komisch war, weil ich echt Probleme hatte, den Gesprächen zu folgen. Die Österreicher sprechen echt kein deutsch mehr und wollen es auch gar nicht. Hört sich trotzdem blöd an. Sorry Conny!
Gestern hatte ich dann nach fast 4 Monaten meinen ersten "englischen Abend", da wir aufgrund zweier schwedischer Au Pairs nur englisch geredet haben. Fand ich allerdings gar nicht mal so schlecht und ich würde mich freuen, wenn ich hier in meiner Freizeit auch ein wenig mehr englisch reden würde. Da kommt es genau richtig, dass diese Woche ein neues Au Pair aus Schweden in Concord angekommen ist! Die Schweden sind echt sau lustig und langsam verstehe ich auch, warum so viele auf Schweden stehen. Die Schweden sind einfach sympathisch und nicht ganz so verkrampft wie manch ein Deutscher. Alles natürlich nur verallgemeinert.
So weit erstmal wieder von mir. Ich habe mich in der letzten Woche über alle Emails gefreut, die ich von Freunden und Familie bekommen habe. Macht weiter so!
Alles Gute aus Concord!
Freitag, 1. Januar 2010
Hallo alle zusammen,
ich bin euch noch einen Bericht über mein Weihnachtsfest in den USA schuldig. Also am 24.12. sind die Kinder, Kathleen und ich nach Connecticut zu den Großeltern gefahren, um dort die Feiertage zu verbringen. Der 24.12. wird in den USA ähnlich wie in Deutschland gehandhabt, nur dass es eben noch keine Geschenke gibt. Da meine Gastfamilie katholisch ist, sind alle in die Kirche gegangen und ich einfach mal mit, um mir das mal mit anzusehen. Also ich kann jetzt nicht sagen, dass es schlimm war, aber richtig viel Spaß hat es auch nicht gemacht. Die Gebete konnte ich eh nicht und einiges habe ich auch nicht verstanden. Auch mitsingen wollte ich nicht so recht und vor allem mich nicht hinknien. Ich war einfach nur ein Zuschauer mitten in der Menge, der es sich allerdings am Ende nicht nehmen ließ, auch die Oblate zu essen. Ich wollte ja eben alles mal ausprobieren. Hat aber auch nicht so besonders geschmeckt.
Am Abend kamen dann noch Kathleens Brüder Rich und Tom mit ihren Familien und zusammen haben wir dann alle in einer gemütlichen Runde Pizza gegessen und getrunken. Endlich durfte auch ich mal wieder ein Bier trinken. Bevor die Kinder ins Bett gingen, wurde noch Haferbrei, Karotten und Wasser für die Rentiere des Weihnachtsmannes vor dem Kamin platziert. Als die Kinder dann schliefen, wurde alles wieder weggekippt und die Geschenke hervorgeholt. Unter dem Weihnachtsbaum lagen die Geschenke vom Weihnachtsmann und der Rest des Wohnzimmers wurde mit den Geschenken der Verwandten befühlt.
Um 7:30 kamen die Kinder am Morgen des 25.Dezember die Treppe heruntergestürmt. Man hat sich zuerst allen gegenseitig fröhliche Weihnachten gewünscht und dann ging es los. Zuerst wurden die Socken am Kamin, dann die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum, die von Kathleen (sie musste also doppelt verschenken!), dann meine Geschenke und anschließend die der Verwandten geöffnet. Ich weiß nicht einmal, ob es die Kinder interessierte, was sie da soeben ausgepackt hatten. Auf jeden Fall entwickelte sich das Spektakel zu einem riesigen Wettkampf, wer am schnellsten die meisten Geschenke auspacken konnte. Meiner Meinung nach hat Killian gewonnen! Doch auch für mich gab es was zum auspacken. In meiner Socke war ein Aftershave und ein Sudokuwürfel. Dann habe ich von Kathleen noch einen Pullover, ein Shirt, Handschuhe und eine Wintermütze bekommen, von Grace einen selbstgemachten Kalender und von den Großeltern ein Portmonnaie. Mir hat es allerdings mehr Spaß gemacht, den anderen beim Auspacken meiner Geschenke zuzuschauen. Sie sind auch super angekommen und Kathleen meinte dann ganz spontan, dass ich das erste Au Pair wäre, dass für sie zur Familie gehört. Fand ich ganz nett. Nach dem anstrengenden Auspacken gab es erstmal ein stärkendes Frühstück mit Rührei, Speck, Würstchen und Balges. Super lecker. Der Vormittag wurde dann damit verbracht, die neuen Geschenke auszuprobieren oder eben den Kindern dabei zu helfen. Ich hatte mich in der Zeit ein wenig mit meinem Sudukowürfel beschäftigt, der auch wie der klassische Rubiks Würfel Farben besitzt. Jetzt bin ich wenigstens in der Lage, jeden Würfel in 5min zu lösen. Am Nachmittag kamen dann der Bruder des Großvaters Dick und auch echt lustige Freunde der Großeltern. Das war ein Ehepaar, an dessen Namen ich mich nicht mehr erinnern kann. Jedenfalls hat der Mann immer zu allem zustimmen müssen, auch wenn man nicht mit ihm geredet hat. So hat er also jedes Wort mit einem mh, ya, right, etc. kommentiert. Und die Frau hat mich erst ausgequetscht, ob ich Enten esse und als ich ihr berichtete, dass Ente sogar ein traditionelles Weihnachtsessen ist, dürfte ich mir einen 10min Vortrag anhören, wie falsch das ist und das sie immer mit ihren Enten auf dem Teich redet und das gar nicht versteht. Ich habe dazu nichts gesagt und mir meinen Teil gedacht.
Am 26. Dezember kam es dann zur großen Familienfeier im Haus von Kathleens Schwester Maribeth am Rande von New York City. Wir waren 28 Personen auf engsten Raum und obwohl ich die Familie auch echt mag, war mir das einfach zu viel und ich wollte nur so schnell wie es geht, da weg. Wir sind dann zum Glück nach 4h auch wieder nach Hause gefahren.
An sich war mein Weihnachten nicht schlecht und es war vor allem mal was anderes. Dennoch habe ich das traditionelle Weihnachtsessen und vor allem meine Familie zu Weihnachten vermisst.
Da die Kinder zwischen Weihnachten und Neu Jahr frei haben, Kathleen allerdings nicht, durfte ich von Montag bis Freitag jeweils 10h pro Tag auf die Kinder aufpassen, was echt anstrengend, war, da wir von morgens bis abends nur mit den neuen Spielen die Zeit verbracht haben.
Zu Silvester durfte ich dann auch nochmal bis 22Uhr arbeiten. Auch waren alle meine Au-Pair-Freunde entweder in New York, Montreal oder auf Hawaii. Am Ende habe ich einfach das beste aus der Situation gemacht und mit Simon zu erst den ZDF-Jahresrückblick bei mir geguckt und dann sind wir zusammen nach Boston gefahren und haben uns dort am Hafen das Feuerwerk angeguckt, welches echt schön war. Dennoch war es nicht vergleichbar mit den letzten Jahren, wo ich mit meiner Freundin entweder in Berlin oder Paris gefeiert habe. Ich hatte auch nichts und auch niemanden zum Anstoßen. War schon traurig und so habe ich mir einfach selber viel Glück fürs neue Jahr gewünscht und mir meine Ziele gesteckt. Eines davon lautet, den Montreal-Marathon durchzulaufen. Das Training hat heute begonnen und ich werde mich bemühen, fast jeden Tag laufen zu gehen.
Hoffe, ihr hattet alle auch ein schönes Weihnachtsfest und vor allem einen besseren Rutsch ins neue Jahrzehnt! Ein frohes neues Jahr wünscht euch der Nico.
Hier gibt es noch ein paar Bilder von Weihnachten und Silvester.
ich bin euch noch einen Bericht über mein Weihnachtsfest in den USA schuldig. Also am 24.12. sind die Kinder, Kathleen und ich nach Connecticut zu den Großeltern gefahren, um dort die Feiertage zu verbringen. Der 24.12. wird in den USA ähnlich wie in Deutschland gehandhabt, nur dass es eben noch keine Geschenke gibt. Da meine Gastfamilie katholisch ist, sind alle in die Kirche gegangen und ich einfach mal mit, um mir das mal mit anzusehen. Also ich kann jetzt nicht sagen, dass es schlimm war, aber richtig viel Spaß hat es auch nicht gemacht. Die Gebete konnte ich eh nicht und einiges habe ich auch nicht verstanden. Auch mitsingen wollte ich nicht so recht und vor allem mich nicht hinknien. Ich war einfach nur ein Zuschauer mitten in der Menge, der es sich allerdings am Ende nicht nehmen ließ, auch die Oblate zu essen. Ich wollte ja eben alles mal ausprobieren. Hat aber auch nicht so besonders geschmeckt.
Am Abend kamen dann noch Kathleens Brüder Rich und Tom mit ihren Familien und zusammen haben wir dann alle in einer gemütlichen Runde Pizza gegessen und getrunken. Endlich durfte auch ich mal wieder ein Bier trinken. Bevor die Kinder ins Bett gingen, wurde noch Haferbrei, Karotten und Wasser für die Rentiere des Weihnachtsmannes vor dem Kamin platziert. Als die Kinder dann schliefen, wurde alles wieder weggekippt und die Geschenke hervorgeholt. Unter dem Weihnachtsbaum lagen die Geschenke vom Weihnachtsmann und der Rest des Wohnzimmers wurde mit den Geschenken der Verwandten befühlt.
Um 7:30 kamen die Kinder am Morgen des 25.Dezember die Treppe heruntergestürmt. Man hat sich zuerst allen gegenseitig fröhliche Weihnachten gewünscht und dann ging es los. Zuerst wurden die Socken am Kamin, dann die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum, die von Kathleen (sie musste also doppelt verschenken!), dann meine Geschenke und anschließend die der Verwandten geöffnet. Ich weiß nicht einmal, ob es die Kinder interessierte, was sie da soeben ausgepackt hatten. Auf jeden Fall entwickelte sich das Spektakel zu einem riesigen Wettkampf, wer am schnellsten die meisten Geschenke auspacken konnte. Meiner Meinung nach hat Killian gewonnen! Doch auch für mich gab es was zum auspacken. In meiner Socke war ein Aftershave und ein Sudokuwürfel. Dann habe ich von Kathleen noch einen Pullover, ein Shirt, Handschuhe und eine Wintermütze bekommen, von Grace einen selbstgemachten Kalender und von den Großeltern ein Portmonnaie. Mir hat es allerdings mehr Spaß gemacht, den anderen beim Auspacken meiner Geschenke zuzuschauen. Sie sind auch super angekommen und Kathleen meinte dann ganz spontan, dass ich das erste Au Pair wäre, dass für sie zur Familie gehört. Fand ich ganz nett. Nach dem anstrengenden Auspacken gab es erstmal ein stärkendes Frühstück mit Rührei, Speck, Würstchen und Balges. Super lecker. Der Vormittag wurde dann damit verbracht, die neuen Geschenke auszuprobieren oder eben den Kindern dabei zu helfen. Ich hatte mich in der Zeit ein wenig mit meinem Sudukowürfel beschäftigt, der auch wie der klassische Rubiks Würfel Farben besitzt. Jetzt bin ich wenigstens in der Lage, jeden Würfel in 5min zu lösen. Am Nachmittag kamen dann der Bruder des Großvaters Dick und auch echt lustige Freunde der Großeltern. Das war ein Ehepaar, an dessen Namen ich mich nicht mehr erinnern kann. Jedenfalls hat der Mann immer zu allem zustimmen müssen, auch wenn man nicht mit ihm geredet hat. So hat er also jedes Wort mit einem mh, ya, right, etc. kommentiert. Und die Frau hat mich erst ausgequetscht, ob ich Enten esse und als ich ihr berichtete, dass Ente sogar ein traditionelles Weihnachtsessen ist, dürfte ich mir einen 10min Vortrag anhören, wie falsch das ist und das sie immer mit ihren Enten auf dem Teich redet und das gar nicht versteht. Ich habe dazu nichts gesagt und mir meinen Teil gedacht.
Am 26. Dezember kam es dann zur großen Familienfeier im Haus von Kathleens Schwester Maribeth am Rande von New York City. Wir waren 28 Personen auf engsten Raum und obwohl ich die Familie auch echt mag, war mir das einfach zu viel und ich wollte nur so schnell wie es geht, da weg. Wir sind dann zum Glück nach 4h auch wieder nach Hause gefahren.
An sich war mein Weihnachten nicht schlecht und es war vor allem mal was anderes. Dennoch habe ich das traditionelle Weihnachtsessen und vor allem meine Familie zu Weihnachten vermisst.
Da die Kinder zwischen Weihnachten und Neu Jahr frei haben, Kathleen allerdings nicht, durfte ich von Montag bis Freitag jeweils 10h pro Tag auf die Kinder aufpassen, was echt anstrengend, war, da wir von morgens bis abends nur mit den neuen Spielen die Zeit verbracht haben.
Zu Silvester durfte ich dann auch nochmal bis 22Uhr arbeiten. Auch waren alle meine Au-Pair-Freunde entweder in New York, Montreal oder auf Hawaii. Am Ende habe ich einfach das beste aus der Situation gemacht und mit Simon zu erst den ZDF-Jahresrückblick bei mir geguckt und dann sind wir zusammen nach Boston gefahren und haben uns dort am Hafen das Feuerwerk angeguckt, welches echt schön war. Dennoch war es nicht vergleichbar mit den letzten Jahren, wo ich mit meiner Freundin entweder in Berlin oder Paris gefeiert habe. Ich hatte auch nichts und auch niemanden zum Anstoßen. War schon traurig und so habe ich mir einfach selber viel Glück fürs neue Jahr gewünscht und mir meine Ziele gesteckt. Eines davon lautet, den Montreal-Marathon durchzulaufen. Das Training hat heute begonnen und ich werde mich bemühen, fast jeden Tag laufen zu gehen.
Hoffe, ihr hattet alle auch ein schönes Weihnachtsfest und vor allem einen besseren Rutsch ins neue Jahrzehnt! Ein frohes neues Jahr wünscht euch der Nico.
Hier gibt es noch ein paar Bilder von Weihnachten und Silvester.
Mittwoch, 23. Dezember 2009
Hallo alle zusammen,
bevor ich anfange, ausführlich über meine letzten Tage zu berichten, möchte ich mich dafür entschuldigen, dass dieser Post so lange auf sich warten lies. Jetzt nach 13 Jahren Schule muss ich mir erst selber noch beibringen, mich immer im richten Moment zu motivieren. Könnte ja auch fürs spätere Studium noch nützlich sein.
Also wo soll ich nur anfangen. Ich bin jetzt schon 3 Monate und 2 Tage in den Staaten und kann echt behaupten, dass ich mich gut eingelebt habe. Nur mit den kalten Temperaturen will ich mich nicht anfreunden. Ich weiß zwar, dass es mir in Berlin auch nicht besser bei z.T. -15°C besser gehen würde (gucke nämlich jeden Tag auch fleißig die Tagesschau), aber wärmer ist es hier leider eben auch nicht. Das Schlimme ist, dass es hier den ganzen Winter über so kalt bleibt, während die Temperaturen in Berlin heute schon wieder den ganzen Tag über dem Gefrierpunkt lagen. Dafür sichert mir das kalte Wetter seit vielen Jahren mal wieder weiße Weihnachten, auf das ich mir sehr freue. Der Schnee gibt dem ganzen, wie ich finde, das gewisse etwas zu Weihnachten und zurzeit haben wir echt genug Schnee, der sich auch gut hier hält. Von Samstag zu Sonntag sind mal eben 30cm Neuschnee gefallen und vielleicht habt ihr ja auch in den Nachrichten von dem Schneesturm im Nordosten Amerikas gehört. Ich habe zwar hier viele klagen hören, aber mich selber hat der Schneesturm eher "kalt" gelassen.^^
Morgen ist nun auch schon "Christmas Eve", was so viel wie "Weihnachtsabend" bedeutet. Aber anders als in Deutschland, gibt es am 24. noch keine Geschenke, sondern erst am Morgen des 25.Dezembers. Also während ihr in Deutschland euch schon über eure Geschenke freut, muss ich noch die Zeitverschiebung plus die ganze Nacht ausharren. Dabei weiß ich aber eigentlich gar nicht, ob ich überhaupt Geschenke bekomme. Ich vermute, dass mir meine Gastmutter was kleines überreichen wird. Ich habe ja schließlich hier auch meine eigene Socke am Kamin hängen.^^ Ich lass mich überraschen, aber wird wohl eher mager dieses Jahr ausfallen. Aber was habe ich aus dem einen Trickfilm der Kinder gelernt:"Christmas doesn't come from the store!", was auf gut deutsch bedeutet:"Besinnt euch lieber auf den christlichen Grundgedanken ihr egoistischen Kapitalisten." Tja, aber welches Kind will das schon. Im Land des Konsums dreht sich eben einfach alles nur um die Geschenke. Also ich konnte mich als Kind echt nie beschweren und wär immer überglücklich zu Weihnachten. Doch das ist alles nicht vergleichbar mit den Dimensionen, die hier ein Kind zu Weihnachten geschenkt bekommt. Alleine von den Gasteltern kriegt hier ein Kind mal so eben an die 30 Geschenke und dann gibt es ja auch noch Verwandte! Aber keine dieser billigen Last-Minute-Produkte. Das wird wochenlang geplant und man scheut hier für Weihnachten fast keine Mühen und Kosten. Ich finde das ein wenig übertrieben und bin der Meinung, dass sich die Kinder auch über die Hälfte genauso freuen würden. Alles was nicht mit Geschenken zu tun hat, wird dann am 24.Dezember zelebriert. Meine Gastmutter Kathleen nimmt mich mit zu ihren Eltern, wo wir dann Weihnachten feiern werden. Ich werde sogar morgen Abend in die Kirche mitgehen und mir das mal angucken, da ich hier ja alles mal mitmachen möchte. Normalerweise dekoriert man auch am 24. hier noch das Haus und den Weihnachtsbaum. Da wir aber wie geschrieben, eben über Weihnachten bei den Großeltern sind, haben wir vor 2 Wochen schon einen schönen Weihnachtsbaum gekauft und diesen auch alle gemeinsam dekoriert. Dazu gab es selbstgemachte Plätzchen und zum ersten Mal kam bei ein Hauch von Weihnachtsstimmung auf. Das hat Spaß gemacht.
Neben Weihnachten haben bzw. hatten wir diese Woche noch ein weiteres großes Ereignis: Kathleens 40.Geburtstag! In Deutschland bringt es Unglück, wenn man jemanden vorzeitig gratuliert, doch hier habe ich jetzt schon öfter gesehen, dass man einfach vorfeiert. So hat es auch Kathleen gehandhabt und feierte schon am Samstag mit ihren Eltern und ihren Schwestern. Ich habe währenddessen auf die Kinder aufgepasst, dürfte dann allerdings auch den Rest des größten und leckersten je von mir gesehenen Kuchen essen. Ein Schokoladenkuchen, der ungelogen einen Radius von 45cm hatte und 25cm hoch war. Es war unglaublich, aber typisch amerikanisch. Gestern war dann aber eigentlich erst der Zeitpunkt zum Gratulieren gekommen und ich wusste gar nicht, wie ich das anstellen sollte. Ich habe einfach die Kinder wie gewohnt für die Schule fertig gemacht und währenddessen traf Kathleen dazu. Wir haben ihr alle ganz lieb gratuliert, uns aber den Knaller für den Abend aufgehoben. Kathleen hatte sich zwar den Tag frei genommen, war aber dennoch mit Freunden aus, weshalb ich genug Zeit mit den Kindern hatte, zwei Kuchen zu backen. Also so viel Zeit wie gestern habe ich noch nie an einem Tag in der Küche verbracht. Da lernte ich erstmal die Arbeit meiner Mama zu Geburtstagen oder Weihnachten zu würdigen. Auf jeden Fall hört es sich einfacher an, zwei Kuchen mit 3 Kindern zu backen, als es am Ende war. Mit den Mädels habe ich einen Schokoladenkuchen gebacken und mit Killian einen Marmorkuchen. Das sind jetzt zwar nicht die ganz großen Highlights, aber ich war dennoch ganz stolz auf die Kinder und mich, wie wir das bewerkstelligt hatten. Auf den Marmorkuchen habe ich noch eine 40 mit Puderzucker gezaubert und der Schokokuchen wurde auch noch mit weißter Zuckerglasur beschriftet und als Kathleen nach Hause kam, haben wir sie nicht nur überrascht, sondern tief im Herzen getroffen. Leider habe ich keine Bilder, sondern nur Videos von dem Moment, als die Mädels mit dem Schokoladenkuchen und Killian mit dem 2.Kuchen auf sie zulaufen und dabei "Happy Birthday" singen. Sogar ich hatte zitternde Hände! Kathleen ist einfach nur weinend zusammengesunken. Anschließend haben wir ihr alle unsere selbst gebastelten Karten und die Geschenke übergeben. Mein Geschenk sollte mit der Post kommen, war allerdings am Abend noch nicht da. Allerdings hatte Kathleen auch 2 Päckchen für mich mit ins Haus gebracht. Bingo! Also konnte ich hier auch noch mein Geschenk, einen New England Patriots Schal, übergeben (vom regionalen Footballteam, weil sie davon ein riesiger Fan ist). Alles in allem war es ein gelungener Geburtstag und alle waren happy.
Heute Morgen habe ich dann die Kinder zum letzten Mal im Jahr 2009 für die Schule "abgefertigt". Da wir kaum noch was zu Essen hatten und der Lebensmittellieferant erst heute im Laufe des Tages kommen sollte, habe ich zu dem gewöhnlichen Frühstück auch noch Bacon (Schinken) gebraten, was echt sau lecker ist. Dennoch hat das Killian nicht genug angespornt, sich mehr zu beeilen, weswegen er heute fast den Bus verpasst hätte. Da musste ich auch schon mal ein wenig härter mit ihm umgehen und da sind dann auch Tränen geflossen. Außerdem war ich voll überrascht, als ich am Frühstückstisch sitzend auf einmal den schon erwähnten Lebensmittellieferanten vorfahren sah. Es war 7:15! Aber das ist auch typisch amerikanisch: Business is everything! Und wer dürfte alles wieder alleine wegräumen, während er nebenbei noch auf die Kinder aufpasste musste? Der dumme Deutsche! :o
Ansonsten habe ich mich in den letzten Tagen mit den Kindern voll gut verstanden und wir hatten viel Spaß zusammen. Es macht einen irgendwie immer stolz zu sehen, wie sehr einen die Kinder mögen. Ich habe für jedes Kind schon regelrecht ein Gefühl entwickelt, wie weit ich gehen kann und was ich lieber lassen sollte. Auch mit Killians Diabetes komme ich super klar. Nur vor gut einer Woche hatte ich zum ersten Mal eine sehr kritische Situation, als er nämlich von der Schule wiederkam, war sein Blutzuckerwert auf 28 gesunken (110 ist normal) und er war schon so geschwächt, dass er sich nur noch auf die Couch gelegt hatte, die Augen schloss und kurz vorm wegtreten war. Es war nicht das erste Mal, dass er nach der Schule so einen niedrigen Blutzuckerwert hatte, aber so hatte er sich noch nie verhalten. Ich habe ihn zum Glück mit Saft und anderen zuckerhaltigen Lebensmitteln wieder aufpäppeln können, aber seitdem kriegt er jetzt immer einen pre-bus-snack für die Schule mit und es geht ihm auch nach der schule wieder besser, was mich auch ziemlich freut, weil das echt nicht schön war.
Ansonsten habe ich mich in den letzten Tagen auch öfters mal mit Simon (männliches Au Pair aus dem Nachbarort) getroffen, war in Boston, im Kino mit Björn (weiteres männliches Au Pair^^) oder in der Mall. Spannung hält sich hier also in Grenzen.
Persönliche Highlights hatte ich hier allerdings vor 5 Tagen und gestern. Letzte Woche hatte sich spontan mal ein längeres Gespräch mit meiner Gastmutter ergeben, was unter der Woche fast nie möglich ist. Ich könnte mal endlich über alles sprechen, was mir schon seit Längerem auf der Zunge lag, u.a. über weiteren Besuch aus Deutschland in Form meiner Schwester oder wann ich meine 2 Wochen Urlaub nehmen kann. Das Ergebnis wird hier nicht verraten! ;)
Auf jeden Fall war ihr letzter Satz: "I'm proud to have such a great au pair." (Ich bin stolz, so ein großartiges Au Pair zu haben.). Doch das schönste Kompliment kam gestern, nachdem sich der ganze Geburtstagstrubel gelegt hatte. "You are the best au pair we ever had!" (Du bist das beste Au Pair, das wir je hatten!). Da hat mich echt gefreut. Ich hätte nie im Vorhinein gedacht, dass ich mich so gut mit dieser Gastfamilie verstehe. Ich hatte sogar eher Zweifel, ob ich mit Drillingen, mit Diabetes und mit einer allein erziehenden Mutter für ein Jahr lang klar komme. Jetzt bin ich mir sicher, dass ich das Jahr durchstehen werde und bin auch ein wenig Stolz auf mich selber!
In den letzten Tagen habe ich leider mehr Videos als Bilder erstellt, weswegen ihr hier nur einen kleinen digitalen Einblick in meinen Alltag erlebt. Die Bilder mit den Kindern darf ich leider aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht veröffentlichen.
Ich wünsche euch allen fröhliche Weihnachten (außer Conny, da sie die nächsten 10 tage auf Hawaii ist und sich unter Palmen sonnen wird -.-*) und genießt die Zeit mit der Familie. Das werde ich hier am meisten über Weihnachten vermissen!
Nico
bevor ich anfange, ausführlich über meine letzten Tage zu berichten, möchte ich mich dafür entschuldigen, dass dieser Post so lange auf sich warten lies. Jetzt nach 13 Jahren Schule muss ich mir erst selber noch beibringen, mich immer im richten Moment zu motivieren. Könnte ja auch fürs spätere Studium noch nützlich sein.
Also wo soll ich nur anfangen. Ich bin jetzt schon 3 Monate und 2 Tage in den Staaten und kann echt behaupten, dass ich mich gut eingelebt habe. Nur mit den kalten Temperaturen will ich mich nicht anfreunden. Ich weiß zwar, dass es mir in Berlin auch nicht besser bei z.T. -15°C besser gehen würde (gucke nämlich jeden Tag auch fleißig die Tagesschau), aber wärmer ist es hier leider eben auch nicht. Das Schlimme ist, dass es hier den ganzen Winter über so kalt bleibt, während die Temperaturen in Berlin heute schon wieder den ganzen Tag über dem Gefrierpunkt lagen. Dafür sichert mir das kalte Wetter seit vielen Jahren mal wieder weiße Weihnachten, auf das ich mir sehr freue. Der Schnee gibt dem ganzen, wie ich finde, das gewisse etwas zu Weihnachten und zurzeit haben wir echt genug Schnee, der sich auch gut hier hält. Von Samstag zu Sonntag sind mal eben 30cm Neuschnee gefallen und vielleicht habt ihr ja auch in den Nachrichten von dem Schneesturm im Nordosten Amerikas gehört. Ich habe zwar hier viele klagen hören, aber mich selber hat der Schneesturm eher "kalt" gelassen.^^
Morgen ist nun auch schon "Christmas Eve", was so viel wie "Weihnachtsabend" bedeutet. Aber anders als in Deutschland, gibt es am 24. noch keine Geschenke, sondern erst am Morgen des 25.Dezembers. Also während ihr in Deutschland euch schon über eure Geschenke freut, muss ich noch die Zeitverschiebung plus die ganze Nacht ausharren. Dabei weiß ich aber eigentlich gar nicht, ob ich überhaupt Geschenke bekomme. Ich vermute, dass mir meine Gastmutter was kleines überreichen wird. Ich habe ja schließlich hier auch meine eigene Socke am Kamin hängen.^^ Ich lass mich überraschen, aber wird wohl eher mager dieses Jahr ausfallen. Aber was habe ich aus dem einen Trickfilm der Kinder gelernt:"Christmas doesn't come from the store!", was auf gut deutsch bedeutet:"Besinnt euch lieber auf den christlichen Grundgedanken ihr egoistischen Kapitalisten." Tja, aber welches Kind will das schon. Im Land des Konsums dreht sich eben einfach alles nur um die Geschenke. Also ich konnte mich als Kind echt nie beschweren und wär immer überglücklich zu Weihnachten. Doch das ist alles nicht vergleichbar mit den Dimensionen, die hier ein Kind zu Weihnachten geschenkt bekommt. Alleine von den Gasteltern kriegt hier ein Kind mal so eben an die 30 Geschenke und dann gibt es ja auch noch Verwandte! Aber keine dieser billigen Last-Minute-Produkte. Das wird wochenlang geplant und man scheut hier für Weihnachten fast keine Mühen und Kosten. Ich finde das ein wenig übertrieben und bin der Meinung, dass sich die Kinder auch über die Hälfte genauso freuen würden. Alles was nicht mit Geschenken zu tun hat, wird dann am 24.Dezember zelebriert. Meine Gastmutter Kathleen nimmt mich mit zu ihren Eltern, wo wir dann Weihnachten feiern werden. Ich werde sogar morgen Abend in die Kirche mitgehen und mir das mal angucken, da ich hier ja alles mal mitmachen möchte. Normalerweise dekoriert man auch am 24. hier noch das Haus und den Weihnachtsbaum. Da wir aber wie geschrieben, eben über Weihnachten bei den Großeltern sind, haben wir vor 2 Wochen schon einen schönen Weihnachtsbaum gekauft und diesen auch alle gemeinsam dekoriert. Dazu gab es selbstgemachte Plätzchen und zum ersten Mal kam bei ein Hauch von Weihnachtsstimmung auf. Das hat Spaß gemacht.
Neben Weihnachten haben bzw. hatten wir diese Woche noch ein weiteres großes Ereignis: Kathleens 40.Geburtstag! In Deutschland bringt es Unglück, wenn man jemanden vorzeitig gratuliert, doch hier habe ich jetzt schon öfter gesehen, dass man einfach vorfeiert. So hat es auch Kathleen gehandhabt und feierte schon am Samstag mit ihren Eltern und ihren Schwestern. Ich habe währenddessen auf die Kinder aufgepasst, dürfte dann allerdings auch den Rest des größten und leckersten je von mir gesehenen Kuchen essen. Ein Schokoladenkuchen, der ungelogen einen Radius von 45cm hatte und 25cm hoch war. Es war unglaublich, aber typisch amerikanisch. Gestern war dann aber eigentlich erst der Zeitpunkt zum Gratulieren gekommen und ich wusste gar nicht, wie ich das anstellen sollte. Ich habe einfach die Kinder wie gewohnt für die Schule fertig gemacht und währenddessen traf Kathleen dazu. Wir haben ihr alle ganz lieb gratuliert, uns aber den Knaller für den Abend aufgehoben. Kathleen hatte sich zwar den Tag frei genommen, war aber dennoch mit Freunden aus, weshalb ich genug Zeit mit den Kindern hatte, zwei Kuchen zu backen. Also so viel Zeit wie gestern habe ich noch nie an einem Tag in der Küche verbracht. Da lernte ich erstmal die Arbeit meiner Mama zu Geburtstagen oder Weihnachten zu würdigen. Auf jeden Fall hört es sich einfacher an, zwei Kuchen mit 3 Kindern zu backen, als es am Ende war. Mit den Mädels habe ich einen Schokoladenkuchen gebacken und mit Killian einen Marmorkuchen. Das sind jetzt zwar nicht die ganz großen Highlights, aber ich war dennoch ganz stolz auf die Kinder und mich, wie wir das bewerkstelligt hatten. Auf den Marmorkuchen habe ich noch eine 40 mit Puderzucker gezaubert und der Schokokuchen wurde auch noch mit weißter Zuckerglasur beschriftet und als Kathleen nach Hause kam, haben wir sie nicht nur überrascht, sondern tief im Herzen getroffen. Leider habe ich keine Bilder, sondern nur Videos von dem Moment, als die Mädels mit dem Schokoladenkuchen und Killian mit dem 2.Kuchen auf sie zulaufen und dabei "Happy Birthday" singen. Sogar ich hatte zitternde Hände! Kathleen ist einfach nur weinend zusammengesunken. Anschließend haben wir ihr alle unsere selbst gebastelten Karten und die Geschenke übergeben. Mein Geschenk sollte mit der Post kommen, war allerdings am Abend noch nicht da. Allerdings hatte Kathleen auch 2 Päckchen für mich mit ins Haus gebracht. Bingo! Also konnte ich hier auch noch mein Geschenk, einen New England Patriots Schal, übergeben (vom regionalen Footballteam, weil sie davon ein riesiger Fan ist). Alles in allem war es ein gelungener Geburtstag und alle waren happy.
Heute Morgen habe ich dann die Kinder zum letzten Mal im Jahr 2009 für die Schule "abgefertigt". Da wir kaum noch was zu Essen hatten und der Lebensmittellieferant erst heute im Laufe des Tages kommen sollte, habe ich zu dem gewöhnlichen Frühstück auch noch Bacon (Schinken) gebraten, was echt sau lecker ist. Dennoch hat das Killian nicht genug angespornt, sich mehr zu beeilen, weswegen er heute fast den Bus verpasst hätte. Da musste ich auch schon mal ein wenig härter mit ihm umgehen und da sind dann auch Tränen geflossen. Außerdem war ich voll überrascht, als ich am Frühstückstisch sitzend auf einmal den schon erwähnten Lebensmittellieferanten vorfahren sah. Es war 7:15! Aber das ist auch typisch amerikanisch: Business is everything! Und wer dürfte alles wieder alleine wegräumen, während er nebenbei noch auf die Kinder aufpasste musste? Der dumme Deutsche! :o
Ansonsten habe ich mich in den letzten Tagen mit den Kindern voll gut verstanden und wir hatten viel Spaß zusammen. Es macht einen irgendwie immer stolz zu sehen, wie sehr einen die Kinder mögen. Ich habe für jedes Kind schon regelrecht ein Gefühl entwickelt, wie weit ich gehen kann und was ich lieber lassen sollte. Auch mit Killians Diabetes komme ich super klar. Nur vor gut einer Woche hatte ich zum ersten Mal eine sehr kritische Situation, als er nämlich von der Schule wiederkam, war sein Blutzuckerwert auf 28 gesunken (110 ist normal) und er war schon so geschwächt, dass er sich nur noch auf die Couch gelegt hatte, die Augen schloss und kurz vorm wegtreten war. Es war nicht das erste Mal, dass er nach der Schule so einen niedrigen Blutzuckerwert hatte, aber so hatte er sich noch nie verhalten. Ich habe ihn zum Glück mit Saft und anderen zuckerhaltigen Lebensmitteln wieder aufpäppeln können, aber seitdem kriegt er jetzt immer einen pre-bus-snack für die Schule mit und es geht ihm auch nach der schule wieder besser, was mich auch ziemlich freut, weil das echt nicht schön war.
Ansonsten habe ich mich in den letzten Tagen auch öfters mal mit Simon (männliches Au Pair aus dem Nachbarort) getroffen, war in Boston, im Kino mit Björn (weiteres männliches Au Pair^^) oder in der Mall. Spannung hält sich hier also in Grenzen.
Persönliche Highlights hatte ich hier allerdings vor 5 Tagen und gestern. Letzte Woche hatte sich spontan mal ein längeres Gespräch mit meiner Gastmutter ergeben, was unter der Woche fast nie möglich ist. Ich könnte mal endlich über alles sprechen, was mir schon seit Längerem auf der Zunge lag, u.a. über weiteren Besuch aus Deutschland in Form meiner Schwester oder wann ich meine 2 Wochen Urlaub nehmen kann. Das Ergebnis wird hier nicht verraten! ;)
Auf jeden Fall war ihr letzter Satz: "I'm proud to have such a great au pair." (Ich bin stolz, so ein großartiges Au Pair zu haben.). Doch das schönste Kompliment kam gestern, nachdem sich der ganze Geburtstagstrubel gelegt hatte. "You are the best au pair we ever had!" (Du bist das beste Au Pair, das wir je hatten!). Da hat mich echt gefreut. Ich hätte nie im Vorhinein gedacht, dass ich mich so gut mit dieser Gastfamilie verstehe. Ich hatte sogar eher Zweifel, ob ich mit Drillingen, mit Diabetes und mit einer allein erziehenden Mutter für ein Jahr lang klar komme. Jetzt bin ich mir sicher, dass ich das Jahr durchstehen werde und bin auch ein wenig Stolz auf mich selber!
In den letzten Tagen habe ich leider mehr Videos als Bilder erstellt, weswegen ihr hier nur einen kleinen digitalen Einblick in meinen Alltag erlebt. Die Bilder mit den Kindern darf ich leider aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht veröffentlichen.
Ich wünsche euch allen fröhliche Weihnachten (außer Conny, da sie die nächsten 10 tage auf Hawaii ist und sich unter Palmen sonnen wird -.-*) und genießt die Zeit mit der Familie. Das werde ich hier am meisten über Weihnachten vermissen!
Nico
Freitag, 11. Dezember 2009
Hallo alle zusammen,
bevor die Kinder von der Schule kommen, wollte ich euch mal einen kurzen Zwischenbericht über die Veränderungen der letzten Tage geben.
Ich hatte mir zwar schon vor meinem Au-Pair-Jahr vorstellen können, dass ich irgendwas an meiner Friseur veränder, aber letzten Freitag hatte ich mir dann einen Termin besorgt und war dann am Mittwoch wirklich beim Friseur. Zum Morgen des großen Tages war es aber noch gar nicht sicher, ob ich wirklich hingehe, weil es in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch hier heftig geschneit hatte und wir mal so eben 20cm Neuschnee hatten. Ich habe mir dabei nicht so viel gedacht. Kenne das ja nun auch aus Berlin nicht so in den Ausmaßen. Aber meine Gastmutter hat erstmal den Fernsehr angeschaltet und gecheckt, ob die Schule der Kinder geschlossen ist. "Wie jetzt?? Ist doch nur Schnee! Die sollen gefälligst mal zur Schule gehen, brauche auch mal meine Pause von denen" - das waren ungefähr meine ersten Gedanken. Ich war echt überrascht, wie viele Schule geschlossen hatten, aber glücklicherweise nicht die entscheidende. =) Also habe ich erstmal das Auto von den Schneemassen befreit und bin zum Friseur gerutscht. Bin glaube auch noch nie bei solchen Verhältnissen gefahren und die Amerikaner haben es hier nicht so mit Sommer- und Winterreifen. Hier reicht ein Reifen für alles. Ob der aber auch wirklich für alles so gut ist, hatte ich in dem Moment echt bezweifelt. 2 bis 3mal hatte ich mich schon neben der Straße gesehen, konnte das Auto allerdings aufgrund meiner einzigartigen und vielfältigen Erfahrungen noch mühsam auf der Straße halten. Vielleicht war es auch nicht gaaaanz so schlimm (soll sich ja hier keiner Sorgen machen!). Beim Friseur angekommen, hat mich auch schon gleich der von meiner Gastmutter empfohlene Experte Sam empfangen. Er war zwar auch echt nett, aber im Großen und Ganzen war alles nicht mit dem Service in Deutschland vergleichbar. Beim Haare waschen habe ich keine Kopfmassage bekommen und Shampoo haben sie glaub ich auch nicht mal reingemacht. Muss ja auch nicht immer sein. Dann ging es aber auch gleich schon los und bevor ich es richtig realisiert hatte, fuhr der Rasierer schon über meinen Hinterkopf! Ich hatte extra 6 Bilder ausgedruckt, damit Sam ungefähr wusste, was ich wollte. Im Endeffekt hat der Friseurbesuch gerade einmal 25min gedauert. In Deutschland habe ich manchmal über 2 Stunden auf dem Stuhl gesessen. Meinen ersten persönlichen Eindruck von meiner neuen Friseur kann ich gar nicht so recht beschreiben. Auf der einen Seite fand ich es sogar ganz amüsant mal wieder kurze Haare zu haben, aber auf der anderen Seite waren meine Haare schon fast sowas wie mein persönliches Markenzeichen und es war richtig ungewohnt. Wenn ich meinen Kopf schüttelt, bewegt sich gar nichts mehr und auch das Glätteisen kann ich nun in den wohlverdienten Ruhestand schicken. Und Was mir noch sofort aufgefallen ist: mit kurzen Haaren friert man voll schnell am Kopf!^^ Bin also erstmal los und habe mir aus thematischen und auch optischen Gründen lieber erstmal eine neue Mütze gekauft.
Die Kinder waren auf jeden Fall auch im ersten Moment richtig schockiert und blieben erstmal auf der Straße stehen, als wollten sie nicht zum bösen Fremden gehen. Nach 2min konnten sie aber wieder reden und dann dürfte ich mir den ganzen Tag von den kleinen anhören, dass die alte Frisur viel besser aussah. Na Super -.-* Allerdings gab es auch Personen, die meinen neuen Haarschnitt echt gut fanden. Meine Eltern meinten, dass es mich älter macht und auch meine Gastmutter Kathleen war begeistert. Ich selber allerdings noch nicht. Aus diesem Grund habe ich gestern selber nochmal zur Schere gegriffen und nochmal ein wenig nachgebessert. Der Perfektionismus kommt eindeutig von Mama.^^
Jetzt nach 2 Tagen habe ich mich schon ein weniger mehr mit der Friseur angefreundet. Es ist auf jeden Fall wesentlich alltags tauglicher, was auch mein hauptsächlicher Grund für diese Veränderung war.
Damit ihr euch alle selber eine Meinung bildet könnt, gibt es nun hier auch ein paar aktuelle Fotos mit Vorher-/Nachhervergleich. Ist halt ungewohnt!
So meine Kinder kommen gerade. Also macht es gut!
Nico
bevor die Kinder von der Schule kommen, wollte ich euch mal einen kurzen Zwischenbericht über die Veränderungen der letzten Tage geben.
Ich hatte mir zwar schon vor meinem Au-Pair-Jahr vorstellen können, dass ich irgendwas an meiner Friseur veränder, aber letzten Freitag hatte ich mir dann einen Termin besorgt und war dann am Mittwoch wirklich beim Friseur. Zum Morgen des großen Tages war es aber noch gar nicht sicher, ob ich wirklich hingehe, weil es in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch hier heftig geschneit hatte und wir mal so eben 20cm Neuschnee hatten. Ich habe mir dabei nicht so viel gedacht. Kenne das ja nun auch aus Berlin nicht so in den Ausmaßen. Aber meine Gastmutter hat erstmal den Fernsehr angeschaltet und gecheckt, ob die Schule der Kinder geschlossen ist. "Wie jetzt?? Ist doch nur Schnee! Die sollen gefälligst mal zur Schule gehen, brauche auch mal meine Pause von denen" - das waren ungefähr meine ersten Gedanken. Ich war echt überrascht, wie viele Schule geschlossen hatten, aber glücklicherweise nicht die entscheidende. =) Also habe ich erstmal das Auto von den Schneemassen befreit und bin zum Friseur gerutscht. Bin glaube auch noch nie bei solchen Verhältnissen gefahren und die Amerikaner haben es hier nicht so mit Sommer- und Winterreifen. Hier reicht ein Reifen für alles. Ob der aber auch wirklich für alles so gut ist, hatte ich in dem Moment echt bezweifelt. 2 bis 3mal hatte ich mich schon neben der Straße gesehen, konnte das Auto allerdings aufgrund meiner einzigartigen und vielfältigen Erfahrungen noch mühsam auf der Straße halten. Vielleicht war es auch nicht gaaaanz so schlimm (soll sich ja hier keiner Sorgen machen!). Beim Friseur angekommen, hat mich auch schon gleich der von meiner Gastmutter empfohlene Experte Sam empfangen. Er war zwar auch echt nett, aber im Großen und Ganzen war alles nicht mit dem Service in Deutschland vergleichbar. Beim Haare waschen habe ich keine Kopfmassage bekommen und Shampoo haben sie glaub ich auch nicht mal reingemacht. Muss ja auch nicht immer sein. Dann ging es aber auch gleich schon los und bevor ich es richtig realisiert hatte, fuhr der Rasierer schon über meinen Hinterkopf! Ich hatte extra 6 Bilder ausgedruckt, damit Sam ungefähr wusste, was ich wollte. Im Endeffekt hat der Friseurbesuch gerade einmal 25min gedauert. In Deutschland habe ich manchmal über 2 Stunden auf dem Stuhl gesessen. Meinen ersten persönlichen Eindruck von meiner neuen Friseur kann ich gar nicht so recht beschreiben. Auf der einen Seite fand ich es sogar ganz amüsant mal wieder kurze Haare zu haben, aber auf der anderen Seite waren meine Haare schon fast sowas wie mein persönliches Markenzeichen und es war richtig ungewohnt. Wenn ich meinen Kopf schüttelt, bewegt sich gar nichts mehr und auch das Glätteisen kann ich nun in den wohlverdienten Ruhestand schicken. Und Was mir noch sofort aufgefallen ist: mit kurzen Haaren friert man voll schnell am Kopf!^^ Bin also erstmal los und habe mir aus thematischen und auch optischen Gründen lieber erstmal eine neue Mütze gekauft.
Die Kinder waren auf jeden Fall auch im ersten Moment richtig schockiert und blieben erstmal auf der Straße stehen, als wollten sie nicht zum bösen Fremden gehen. Nach 2min konnten sie aber wieder reden und dann dürfte ich mir den ganzen Tag von den kleinen anhören, dass die alte Frisur viel besser aussah. Na Super -.-* Allerdings gab es auch Personen, die meinen neuen Haarschnitt echt gut fanden. Meine Eltern meinten, dass es mich älter macht und auch meine Gastmutter Kathleen war begeistert. Ich selber allerdings noch nicht. Aus diesem Grund habe ich gestern selber nochmal zur Schere gegriffen und nochmal ein wenig nachgebessert. Der Perfektionismus kommt eindeutig von Mama.^^
Jetzt nach 2 Tagen habe ich mich schon ein weniger mehr mit der Friseur angefreundet. Es ist auf jeden Fall wesentlich alltags tauglicher, was auch mein hauptsächlicher Grund für diese Veränderung war.
Damit ihr euch alle selber eine Meinung bildet könnt, gibt es nun hier auch ein paar aktuelle Fotos mit Vorher-/Nachhervergleich. Ist halt ungewohnt!
So meine Kinder kommen gerade. Also macht es gut!
Nico
Montag, 7. Dezember 2009
Hallo alle zusammen,
das Wochenende ging mal wieder viel zu schnell vorbei. Vielleicht lag es daran, dass ich es einfach so sehr genossen habe. Am Freitagabend war meine Gastmutter nach meinen Vermutungen aus zum Date, weshalb ich da noch zu Hause ausharren musste und meine Mathekenntnisse auffrischen wollte. Aber ohne richtige Quellen und Utensilien war das eher enttäuschend, weswegen ich mich schnell wieder meinen NBA-Spielen und einem guten deutschen Buch gewidmet habe. Am Samstag bin ich kurioserweise schon kurz nach 7Uhr aufgestanden und habe auf die Kinder aufgepasst, weil in meinem Arbeitsplan 7:30 drin stand. Das meine Gastmutter 7:30 pm meinte, sollte sie nächstes Mal ruhig auch hinschreiben. Nichtsdestotrotz habe ich eine meine 5 Stunden abgearbeitet und hatte dafür den Rest des Wochenendes frei.
Am Samstag war ich noch mit Maria und Conny auf einem "deutschen Weihnachtsmarkt". Dabei handelte es sich er aber eher um eine Tag-der-offenen-Tür-Veranstaltung von einer deutschen Schule, als um einen richtigen Weihnachtsmarkt. Es gab zwar auch Bier, Glühwein (für alle, die älter als 20 Jahre waren -.-*) und Bratwürste, aber dennoch sollte auch hier keine richtige Weihnachtsstimmung aufkommen. Dennoch war es alles sehr verwirrend, da sich dort fast jeder auf deutsch unterhalten hatte und man sich fast wieder heimisch gefühlt hatte. Auf der anderen Seite musste man auch nun wieder darauf aufpassen, wie laut man was sagt.
Eine große Überraschung sollte es noch am Samstagabend geben: es schneite und das nicht zu knapp!
Am Sonntag ging es dann für einen Tag nach New York City. Ein riesen Aufwand für nur 7 Stunden Manhattanluft schnuppern. Ich musste schon um 5 Uhr morgens aufstehen und erstmal das Auto von den Schneemassen befreien. Es war auch überhaupt für mich das erste Mal, dass ich bei solchen Verhältnissen Auto gefahren bin. Übrigens bin ich jetzt schon seit ein wenig mehr als einem Jahr Besitzer eines Führerscheins! =) Aber zurück zum eigentlich Thema. Nachdem wir uns nun alle (sprich Kristia, Conny und ich) bei Maria getroffen hatten, von da nach Boston gefahren sind, dort die Bahn genommen haben und schließlich noch eine unbequeme, 4stündige Busfahrt überstanden hatten, waren wir im Herzen von New York angekommen! Ich probiere es erst gar nicht, die Stadt im Detail zu beschreiben, weil das echt ein Ding der Unmöglichkeit ist. Es sind einfach so viele Eindrücke, die einen dort regelrecht erdrücken und manchmal hat man das Gefühl den Boden unter den Füßen zu verlieren. Ich empfehle einfach jedem, dem sich die Möglichkeit ergibt, nach New York City zu fahren oder zu fliegen, diese unbedingt auch zu nutzen. Oft muss man über einen längeren Zeitraum in einer Stadt leben, um sie lieben zu leren. Doch dies trifft nicht auf New York zu. Nicht umsonst kam man auf den weltbekannten Slogan "I love NY" und dem kann ich mich seit gestern nur anschließen. Ich habe mir auf der Straße auch für 3$ ein klassisches I-love-NY-Shirt gekauft. Das Wetter war gestern übrigens auch traumhaft schön. Es hat sich zwar hier in den letzten 4 Tagen um über 20°C abgekühlt, aber es soll ja nun auch langsam mal Winter werden. Also bin ich mit dickem Schal, Mütze und Handschuhen über den Times Square gewatschelt und habe mit dem Camcorder in meiner linken Hand und dem Fotoapparat in der rechten probiert, so viel wie möglich von den Eindrücken einzufangen. Wir waren in Souvenirläden und auch in einem riesigen M&M-Laden. Es war einfach nur verrückt und typisch amerikanisch! Am Rockefeller Center wollten wir dann Schlittschuhlaufen gehen. Wir müssten zwar über eine Stunde warten und eine Unmenge an Geld dafür ausgeben, aber im Endeffekt hat es sich voll gelohnt, vor dieser Kulisse zu fahren. Außerdem dürften wir auch einem Heiratsantrag beiwohnen, der wie auf einem Präsentierteller mitten auf der Eisfläche vorgetragen wurde. Das alles hat mich sehr an meine Freundin erinnert, die ich sehr vermisse und an dieser Stelle ganz doll grüßen möchte! In den letzten Minuten unseres New York Aufenthalts waren wir noch in der Stadt unter der Stadt (unter dem Rockefeller Center befindet sich fast eine eigene Stadt) was essen und sind schließlich mit der typischen Aluminium-U-Bahn von New York nach Chinatown gefahren, von wo unser Bus wieder fahren sollte. Ich war einfach nur völlig überrascht, wie sich ein einzelnes Stadtviertel vom Leben, der Kultur, der Gesellschaft und den Menschen so extrem vom Rest der Stadt abkoppeln kann. Ich war zwar noch nie in China, aber dank Chinatown kann ich mir nun sehr gut vorstellen, wie es dort sein müsste. Der Rückweg fühlte sich nur halb so lang an, da man die meiste Zeit mit schlafen verbracht hat. Der New York Trip war einfach genial und hat den Tag einfach wieder unvergesslich gemacht. Leider ist dieser nun vorbei und heute hat schon wieder die neue Woche angefangen. Im Vergleich zu New York habe ich hier in Concord ein sehr grauen und langweiligen Arbeitsalltag, der mir eigentlich wenig Freude bereitet. Aber wer kann schon mit New York mithalten?! ;)
Hier könnt ihr euch auch nochmal ein paar wenige Bilder von unserem Ausflug angucken.
Ich wünsche euch allen eine angenehme Woche und kauft viele schöne Weihnachtsgeschenke! ^^
Alles Liebe
Nico
das Wochenende ging mal wieder viel zu schnell vorbei. Vielleicht lag es daran, dass ich es einfach so sehr genossen habe. Am Freitagabend war meine Gastmutter nach meinen Vermutungen aus zum Date, weshalb ich da noch zu Hause ausharren musste und meine Mathekenntnisse auffrischen wollte. Aber ohne richtige Quellen und Utensilien war das eher enttäuschend, weswegen ich mich schnell wieder meinen NBA-Spielen und einem guten deutschen Buch gewidmet habe. Am Samstag bin ich kurioserweise schon kurz nach 7Uhr aufgestanden und habe auf die Kinder aufgepasst, weil in meinem Arbeitsplan 7:30 drin stand. Das meine Gastmutter 7:30 pm meinte, sollte sie nächstes Mal ruhig auch hinschreiben. Nichtsdestotrotz habe ich eine meine 5 Stunden abgearbeitet und hatte dafür den Rest des Wochenendes frei.
Am Samstag war ich noch mit Maria und Conny auf einem "deutschen Weihnachtsmarkt". Dabei handelte es sich er aber eher um eine Tag-der-offenen-Tür-Veranstaltung von einer deutschen Schule, als um einen richtigen Weihnachtsmarkt. Es gab zwar auch Bier, Glühwein (für alle, die älter als 20 Jahre waren -.-*) und Bratwürste, aber dennoch sollte auch hier keine richtige Weihnachtsstimmung aufkommen. Dennoch war es alles sehr verwirrend, da sich dort fast jeder auf deutsch unterhalten hatte und man sich fast wieder heimisch gefühlt hatte. Auf der anderen Seite musste man auch nun wieder darauf aufpassen, wie laut man was sagt.
Eine große Überraschung sollte es noch am Samstagabend geben: es schneite und das nicht zu knapp!
Am Sonntag ging es dann für einen Tag nach New York City. Ein riesen Aufwand für nur 7 Stunden Manhattanluft schnuppern. Ich musste schon um 5 Uhr morgens aufstehen und erstmal das Auto von den Schneemassen befreien. Es war auch überhaupt für mich das erste Mal, dass ich bei solchen Verhältnissen Auto gefahren bin. Übrigens bin ich jetzt schon seit ein wenig mehr als einem Jahr Besitzer eines Führerscheins! =) Aber zurück zum eigentlich Thema. Nachdem wir uns nun alle (sprich Kristia, Conny und ich) bei Maria getroffen hatten, von da nach Boston gefahren sind, dort die Bahn genommen haben und schließlich noch eine unbequeme, 4stündige Busfahrt überstanden hatten, waren wir im Herzen von New York angekommen! Ich probiere es erst gar nicht, die Stadt im Detail zu beschreiben, weil das echt ein Ding der Unmöglichkeit ist. Es sind einfach so viele Eindrücke, die einen dort regelrecht erdrücken und manchmal hat man das Gefühl den Boden unter den Füßen zu verlieren. Ich empfehle einfach jedem, dem sich die Möglichkeit ergibt, nach New York City zu fahren oder zu fliegen, diese unbedingt auch zu nutzen. Oft muss man über einen längeren Zeitraum in einer Stadt leben, um sie lieben zu leren. Doch dies trifft nicht auf New York zu. Nicht umsonst kam man auf den weltbekannten Slogan "I love NY" und dem kann ich mich seit gestern nur anschließen. Ich habe mir auf der Straße auch für 3$ ein klassisches I-love-NY-Shirt gekauft. Das Wetter war gestern übrigens auch traumhaft schön. Es hat sich zwar hier in den letzten 4 Tagen um über 20°C abgekühlt, aber es soll ja nun auch langsam mal Winter werden. Also bin ich mit dickem Schal, Mütze und Handschuhen über den Times Square gewatschelt und habe mit dem Camcorder in meiner linken Hand und dem Fotoapparat in der rechten probiert, so viel wie möglich von den Eindrücken einzufangen. Wir waren in Souvenirläden und auch in einem riesigen M&M-Laden. Es war einfach nur verrückt und typisch amerikanisch! Am Rockefeller Center wollten wir dann Schlittschuhlaufen gehen. Wir müssten zwar über eine Stunde warten und eine Unmenge an Geld dafür ausgeben, aber im Endeffekt hat es sich voll gelohnt, vor dieser Kulisse zu fahren. Außerdem dürften wir auch einem Heiratsantrag beiwohnen, der wie auf einem Präsentierteller mitten auf der Eisfläche vorgetragen wurde. Das alles hat mich sehr an meine Freundin erinnert, die ich sehr vermisse und an dieser Stelle ganz doll grüßen möchte! In den letzten Minuten unseres New York Aufenthalts waren wir noch in der Stadt unter der Stadt (unter dem Rockefeller Center befindet sich fast eine eigene Stadt) was essen und sind schließlich mit der typischen Aluminium-U-Bahn von New York nach Chinatown gefahren, von wo unser Bus wieder fahren sollte. Ich war einfach nur völlig überrascht, wie sich ein einzelnes Stadtviertel vom Leben, der Kultur, der Gesellschaft und den Menschen so extrem vom Rest der Stadt abkoppeln kann. Ich war zwar noch nie in China, aber dank Chinatown kann ich mir nun sehr gut vorstellen, wie es dort sein müsste. Der Rückweg fühlte sich nur halb so lang an, da man die meiste Zeit mit schlafen verbracht hat. Der New York Trip war einfach genial und hat den Tag einfach wieder unvergesslich gemacht. Leider ist dieser nun vorbei und heute hat schon wieder die neue Woche angefangen. Im Vergleich zu New York habe ich hier in Concord ein sehr grauen und langweiligen Arbeitsalltag, der mir eigentlich wenig Freude bereitet. Aber wer kann schon mit New York mithalten?! ;)
Hier könnt ihr euch auch nochmal ein paar wenige Bilder von unserem Ausflug angucken.
Ich wünsche euch allen eine angenehme Woche und kauft viele schöne Weihnachtsgeschenke! ^^
Alles Liebe
Nico
Donnerstag, 3. Dezember 2009
Hallo alle zusammen,
ich habe hier das Gefühl, dass die Wochen nur an mir vorbeifliegen. Auf der anderen Seite kommt es mir aber auch so vor, als wenn ich schon ein halbes Jahr in Amerika bin. Also mein Zeitgefühl lässt mir hier ziemlich im Stich. Mir kommt es so vor, als wenn gestern erst Thanks Giving war. Dabei habe ich in der Zwischenzeit schon wieder viele neue Eindrücke bzw. Erfahrungen gesammelt.
Am Samstag war ich zum Beispiel zum ersten Mal auf eigene Faust Boston erkunden. Bin einfach rein gefahren, habe die Subway genommen und wollte zu Fuß die ,,bekanntesten" Sehenswürdigkeiten ablaufen. Im Vorhinein wusste ich eigentlich fast nichts über Boston. Das hat sich zwar mit dem Ausflug nun auch nicht wesentlich geändert, aber wenigstens kann ich jetzt sagen, dass ich mal da war.^^ Mit Camcorder und Fotoapparat ausgerüstet, bin ich durch die Straßen gezogen und habe fleißig Bilder gemacht, die man z.T. hier bewundern darf. Mein persönliches Highlight sollte eigentlich der Sonnenuntergang auf dem Dach des größten Gebäudes in Boston sein, dem John Hancock Tower. Leider stand dieser für Besucher an diesem Tag nicht zur Verfügung. Im Endeffekt komme ich nun zu dem Urteil, dass Boston echt einen Abstecher wert ist. Es ist eine der ältesten Städte Amerikas, was man auch meiner Meinung nach an jeder Ecke vermittelt bekommt. Großes Highlight ist natürlich die Havard-Uni, doch Boston kann noch mit ganz anderen Sehenswürdigkeiten glänzen und ich war echt positiv überrascht. Ich habe zwar auch nicht ganz so ansehnliche Ecken angetroffen, aber im Großen und Ganzen gefällt mir Boston. Man kann die Stadt jetzt nicht wirklich mit dem schönen Berlin vergleichen, aber für amerikanische Verhältnisse ist es ganz okay.^^
Am Montag hatte ich mir mit Kathleen das Footballspiel der Boston-Patriots angeguckt. Ich muss dazu sagen, dass meine Gastmutter ein fast noch größerer Football-Fan ist als ich ein Basketball-Fan bin. Dementsprechend hat sie sich das Spiel auch nicht nur angesehen, sondern regelrecht mitgespielt. War echt lustig mit anzusehen und ich habe auch echt Gefallen am Footballspiel bekommen. Muss ich also auch mal zu einem Spiel der Patriots gehen. Leider konnte ich mir das Spiel nicht bis zum Ende angucken, was glaub ich auch ganz gut war, da die Patriots verloren haben.
Ansonsten probiere ich zurzeit wieder regelmäßig Sport zu machen. War die Woche jetzt schon 2x Joggen und 2x Basketball spielen. Heute konnte ich sogar mit einem ärmellosen Shirt spielen, da es sage und schreibe 20°C im Dezember sind!!! Sehr untypisch für diese Region, da normalerweise hier eigentlich auch schon Schnee liegen könnte. Ich persönlich beschwere mich aber nicht über noch ein paar weitere warme Tage. =)
Was passiert hier sonst noch so? Ich bekomme zu wenig Fleisch zu essen! :p Habe mir am Sonntag deswegen mein eigenes Riesensteak gekauft und dann schön mit Kartoffelbrei zubereitet. Das war toll! Ansonsten habe ich heute Morgen mal ausgeschlafen und als ich wach wurde, hörte ich nur, wie die Kinder und Kathleen ganz hektisch sich angezogen haben. Eigentlich dachte meine Gastmutter, dass die Kinder heute schulfrei hätten. Spätesten als der Schulbus am Haus vorbeigefahren ist, war auch sie davon überzeugt, dass es dem nicht so ist. Also musste sie die Kinder eine halbe Stunde verspätet zur Schule fahren. Für mich war das gar nicht so schlecht. Ich musste mal nicht halb sieben aufstehen und anstatt um 10Uhr mit der Arbeit zu beginnen, hatte ich nun nochmal 2,5h frei. =) Kathleen hat zurzeit schon echt viel um die Ohren und kommt schon nicht selten durcheinander. Aber ich gebe immer mein bestes ihr ein wenig unter die Arme zu greifen und sie ist auch sehr dankbar dafür.
Am Sonntag plane ich mit den anderen deutsch-österreichischen Au Pairs einen Tagesausflug nach New York City zu machen. Das bedeutet, wie setzten uns morgens in den Bus, fahren für 5h nach NY, haben dort ca.7h unseren Spaß und fahren anschließend wieder mit dem Bus zurück nach Boston. In New York will ich vor allem die einzigartige vorweihnachtliche Stimmungen genießen, wenn man das bei 20°C überhaupt kann.
Ich berichte im nächsten Post wieder davon.
Alles Gute!
Nico
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